W-LAN & HSDPA: Konkurrenz für UMTS?
Viele Wege führen ins Netz. Neben UMTS werden mit HDSPA und WLAN zwei weitere Techniken für Handy-User interessant.
Mit UMTS wird das Einsatzgebiet von Handys in Bereiche ausgedehnt, die man bislang nur von PCs kannte – vorrangig die Nutzung des Internets. Das ist mit Handys zwar schon seit längerem möglich, doch erst UMTS bietet dem anspruchsvollen User erträgliche Geschwindigkeiten. Da liegt es nahe, den UMTS-Einsatz nicht nur auf Handys zu beschränken, sondern auch anderen mobilen Elektronik-Geräten zugänglich zu machen, nämlich Notebooks bzw. Laptops. Vor allem im professionellen Einsatz spielen die mobilen Computer ihre Stärken aus: Größerer Bildschirm, größere Tastatur und mehr Rechenleistung lassen selbst die modernsten Smartphones im Regen stehen.
Mobil und online
Um ein Notebook UMTS-tauglich zu machen, ist in der Regel eine UMTS-Karte erforderlich. Diese Karten werden von den Mobilfunkanbietern verkauft, wahlweise zusammen mit einer SIM-Karte samt UMTS-Vertrag oder als vertragslose Hardware, um eine bereits vorhandene, eigene SIM-Karte zu benutzen. Macht natürlich nur dann Sinn, wenn die SIM-Karte und der zugehörige Mobilfunkvertrag die Nutzung von UMTS ermöglichen. UMTS-Karten nutzen gewöhnlich die PCMCIA-Schnittstelle, was bedeutet, dass man sie im laufenden Betrieb einsetzen und entfernen kann.
UMTS ist aber nicht die einzige Möglichkeit, mit einem Notebook kabellos online gehen zu können. "Wireless Local Area Network", abgekürzt WLAN, heißt das Zauberwort, das für Computerfreaks und technikbegeisterte Geschäftsleute schon ein alter Hut ist. Mittlerweile hat WLAN aber kräftig an Verbreitung und Bedeutung zugenommen. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Fernsehwerbung, in der Michael Ballack mit seinem Laptop in der Sonne sitzt und was von Wireless LAN erzählt. Was die Werbung verschweigt: Für WLAN ist ein so genannter Wireless Acess Point (WAP) notwendig, ein in der Regel stationärer Rechner, der über eine dauerhafte Internetanbindung verfügt. Im Heimbereich ist das meist ein ganz normaler PC mit DSL-Anschluss und WAP-Router. Über diesen stellt das Notebook dann die drahtlose Verbindung per WLAN her. Und der User freut sich dann über Internet auf dem Balkon, auf dem Klo, im Schlafzimmer oder wo auch immer er es für nötig hält.
Außerhalb der eigenen vier Wände sind öffentliche WAPs als "Hot Spots" an mehr oder weniger wichtigen Plätzen installiert: Hotels, Restaurants, Bars, Cafés, Flughäfen, Bahnhöfe, Messen etc. Selbst in vielen Flugzeugen ist WLAN vorhanden (z.B. FlyNet der Lufthansa) und im Rahmen des Pilotprojektes Railnet wird von der Deutschen Bahn und T-Mobile derzeit in sieben ICE-3-Zügen zwischen Köln und Dortmund der Einsatz von WLAN getestet. Die Nutzung öffentlicher Hot Spots ist gewöhnlich kostenpflichtig. Die Bezahlung erfolgt entweder per Kreditkarte oder über die Handy-Rechnung, sofern man Vertragskunde des jeweiligen Hot-Spot-Anbieters ist. Es geht allerdings auch kostenlos: Spielefreaks können mit der tragbaren Videospielkonsole Nintendo DS alle Hot Spots von T-Mobile ohne Bezahlung nutzen und somit zum Beispiel Mario Kart DS völlig kostenlos online gegeneinander spielen. Auch die Nutzung des Railnets ist innerhalb der Testphase bis Ende März zunächst kostenfrei.
UMTS-Notebooks für lau?
Aber mit Vertragsbindung!
Die Verbindung von UMTS und Notebooks wollen Fujitsu Siemens und T-Mobile nun kräftig vorantreiben. Den Anfang macht das Modell AMILO pro zusammen mit einer Mobile DSL Card 1800, welches ab März 2006 laut T-Mobile "besonders günstig" erhältlich sein wird. Dem sollen weitere Notebooks der LIFEBOOK-Serie folgen, bei denen UMTS, WLAN und HPDSA (siehe Extrakasten) bereits standardmäßig eingebaut sind. Laut der Zeitschrift "Capital" sollen die die zukünftigen UMTS-Notebooks von T-Mobile mit bis zu 500 Euro pro Gerät bezuschusst werden. Der Kauf soll dann allerdings an einen Vertrag über zwei Jahre gebunden werden, wie man es bislang von Handys kennt.
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Multimediales Multitasking
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