Nokia N82
Ist’s ein Vogel? Ist’s ein Flugzeug? Nein, es ist ein Nokia!
Wenn der weltgrößte Handy-Hersteller in der eigenen Produktbeschreibung schon nicht mehr von einem Mobiltelefon spricht, sondern von einem „leistungsfähigen Multimedia-Computer mit beeindruckender Kamerafunktion, integrierter Navigation und umfangreichen Internetmöglichkeiten“, dann ist das nicht nur leeres Gewäsch. Nein, beim N82 stimmt jedes Wort, und auch das gänzliche Verschweigen der Telefonfunktion trifft voll ins Schwarze: Lediglich die etwas klein geratene Zifferntastatur erinnert noch daran, dass die Vorfahren dieses kleinen Stückchens High-Tech mal zum Telefonieren dienten.
Bitte lächeln!
Im Wettrüsten um das ultimative Multimedia-Fon liefert sich Nokia ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Sony Ericsson. 5-Megapixel-Kamera mit Xenon-Blitz, Autofokus und VGA-Videoaufzeichnung mit 30 Bildern pro Sekunden machen dem K850i den Rang um die beste Handykamera streitig. Und um noch einen draufzusetzen, kommt auch das N82 mit Bewegungssensor daher, wodurch Menüs und Fotos automatisch gedreht werden, wenn man das Handy im Querformat hält (hat da gerade jemand „iPhone“ gerufen?). Zwar ist das Display in der Diagonale etwa einen Zentimeter kleiner als beim N95, was aber nur die wenigsten User stören dürfte.
Auch die Audio-Abteilung geht in die Vollen. Neben A2DP-Protokoll zum Betrieb eines Stereo-Bluetooth-Headsets ist auch eine 3,5-mm-Buchse zum Anschluss handelsüblicher Kopfhörer vorhanden. Alternativ kann der Ton auch über die eingebauten Stereo-Lautsprecher wiedergegeben werden, die sich rechts an der schmalen Seite befinden – ungewöhnlich, aber sinnvoll, wenn das Handy zum Videoschauen quer gehalten wird. Besagte Buchse dient auch als TV-Ausgang. Eine 2 GB große Micro-SD-Karte wird mitgeliefert und bietet massig Platz für Musik, Bilder und Videos. Theoretisch ist nach oben keine Grenze gesetzt, es wäre aber auch wenig überraschend, wenn es demnächst eine 8-GB-Edition des N82 geben würde.
Weiter geht’s mit der Connectivity: Mit UMTS und WLAN findet das N82 praktisch immer irgendwo Anschluss, um zum Beispiel YouTube-Videos herunterzuladen oder von Angesicht zu Angesicht mit seinem Gesprächspartner zu videotelefonieren. Im Nokia Music Store sind Online-Musik-Enkäufe möglich (siehe Nokia N81 auf Seite 32), zum Testzeitpunkt war dieser Service allerdings in Deutschland noch nicht verfügbar. In die entgegen gesetzte Richtung können Multimedia-Daten dank Universal Plug’n’Play (UPnP) kabellos an geeignete Fernseher, Stereoanlagen oder Fotodrucker übertragen werden. Voice-over-IP ist von Haus aus möglich, hierfür sind die beiden VoIP-Programme Fring und TruPhone vorinstalliert. Mit der vorliegenden QuickOffice-Version können die gängigen Office-Dokumente angesehen, nicht aber bearbeitet werden – hierfür ist ein kostenpflichtiges Update nötig.
Bei allem Multimedia-Wahn hat Nokia übrigens nicht vergessen, auch ein Telefon mit einzubauen. So bleibt dann nicht mehr viel übrig, was das N82 nicht kann. Es kann keinen Kaffe kochen und keine Hemden bügeln, ansonsten aber so ziemlich alles. Vieles wurde vom N95 übernommen, einiges von der Konkurrenz abgeschaut. In mancher Hinsicht ist es ein „N95 2.0“, so dass Besitzer des N95 keine Panik bekommen müssen, mit dem N82 etwas zu verpassen. (SRÖ)
PRODUKTBILDER & WERTUNG
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ca. € 530,-
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ca. € 50,-
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114 g
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112x50x17 mm
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850/900/1800/1900/UMTS
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Li-Pol
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200 Std.
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220 Min.
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100 MB
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2 GB
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LCD-TFT
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240x320
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16,7 Mio.
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ja (2592x1944)
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ja (640x480)
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ja ((e)AAC(+),MP3, WMA, M4A, Radio)
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polyphon (64)/Realtone
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ja/ja
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ja/ja
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ja
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BT/USB/WLAN
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Micro-SD
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5-MP-Kamera, Xenon-Blitz, Autofokus, GPS, Bewegungssensor, 3,5-mm-Ausgang, Videotelefonie, VoIP, A2DP, HSDPA
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super Kamera, GPS-Navigation, viele Verbindungsmöglichkeiten, optionale Querformart-Anzeige
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Akku könnte stärker sein
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Und wieder ein Multimedia-Über-Phone von Nokia. Wo soll das noch hinführen?
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SEHR GUT (93%)
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