Motorola PEBL
Style schlägt Multimedia – Motorola versucht, an den RAZR-Erfolg anzuknüpfen
Motorolas RAZR-Statement: Weg von den kryptischen Buchstaben-Zahlen-Kombinationen. Diese Ansage war profitabel. "Hellomoto" steht seither für extravaganten Style und die moderne Art zu kommunizieren. Das RAZR verkauft sich nach wie vor prächtig und der Aktienkurs der Amerikaner steigt stetig. Eine Frage der Zeit, wann man die Erfolgsgeschichte weiterspinnen würde. Während das RAZR V3 qualitativ nicht ganz überzeugen konnte (siehe Kasten auf diesen Seiten oder unsere Testübersicht ab Seite 118), wird sich das deutlich unspektakulärer klingende PEBL sicher das Image des schwarz glänzenden Kielsteins ("Pebble" engl. Kieselstein) erarbeiten können, da es auch qualitativ den Großteil der Käufer zufrieden stellen wird.
Mit Quadband zum Kosmopolit
Der weltweite Einsatz des kleinen Klapphandys ist durch den Quadbandstatus gesichert. Auch die Fähigkeit, sich am Außendisplay Uhrzeit, Akkustand und Feldstärke einzeigen zu lassen, ist nichts Außergewöhnliches, aber ein Service, auf den man gerne zurückgreift. Wollen Sie einen Blick auf das monochrome Außendisplay werfen, drücken Sie einen seitlich befestigten Knopf und schon springt das Gerät auf. Jetzt kommt auch das Tastenfeld zum Vorschein, das dem des RAZR sehr ähnelt. Das gesamte Tastenfeld besteht aus einer einzigen nickelüberzogenen Kupferplatte. Damit man auch bei eher schlechten Lichtverhältnissen tippen kann, ist das Tastenfeld stetig dezent beleuchtet. Umgewöhnung wird Ihnen ebenfalls bei der Tastenanordnung abverlangt. Statt die Tasten klassisch horizontal anzuordnen, liegen sie beim PEBL geschwungen angeordnet vor. Blindbedienung wird Ihnen anfangs wohl nur unter hoher Fehlerquote gelingen. Die Softkeys, Schnellstarttasten, WAP-Browser und die Taste, die ins Nachrichtenmenü führt, sind aber deutlich fühlbar. Die Gefahr. auf der nächsten Rechnung hohe WAP-Kosten erspähen zu müssen, ist damit eliminiert. Was die Vorprogrammierung angeht, gestaltet sich das PEBL nicht so störrisch wie so manch anderes Gerät in dieser Preiskategorie. Der Standby-Betrieb, die vier Navigationstasten und die Smart-Taste lassen sich bestens individuell programmieren. Interessant ist die Spracherkennung, über die das Gerät verfügt. Diese funktioniert zum größten Teil ohne Training. Telefonbucheinträge und die Hauptfunktionen des Gerätes lassen sich per Sprache steuern. Einzig die Nummerneingabe per Sprache ist noch suboptimal.
Gesellschaftliche Niete
Unterhalten lassen können Sie sich vom PEBL nur begrenzt. Für Spieler ist das Ballerspiel Rebels vorinstalliert. Dank fitter Java-Engine ist die Spieleauswahl auf dem Markt mittlerweile riesig. Auf Java basieren auch die Code-Memos und der ebenfalls vorinstallierte Fitness-Coach. Bei der Kamera zeigt sich das Handy Kamera sehr knauserig. Fotos können Sie mit maximal 640x480 Pixel aufnehmen. Damit lässt sich die Linse des PEBL lediglich unter "Schnappschuß"-tauglich einordnen. Da nutzt auch der 2- bzw. 4fache Zoom nichts mehr. Videoclips lassen sich mit einer Größe bis zu 176 x 144 Pixel aufzeichnen, also keinesfalls Heimvideo-tauglich. Wer viel knipst und dreht, sollte außerdem bedenken, dass das PEBL nur über 4 MB freien Speicher verfügt. Schlecht: Ein Kartenslot fehlt. Damit ist das PEBL als Musikspieler unbrauchbar. Warum Motorola hier so extrem auf die Bremse stieg, ist eine Frage, die uns unlogisch erscheint. Wo an Multimediafunktionen gespart wird, punktet das PEBL bei der Sprach- und Verbindungsqualität enorm. Klarer kann man mit seinem gegenüber kaum telefonieren. Mit externen Geräten kommuniziert das PEBL per USB oder über Bluetooth. (BS)
PRODUKTBILDER & WERTUNG
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ca. € 370,-
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ca. € 110,-
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111 g
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86x49x20 mm
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850/900/1800/1900
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Li-Io
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250 Std.
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400 Min.
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4 MB
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n.v.
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LCD-TFT
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176x220
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262.144
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ja (640x480)
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ja (320x240)
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n.v.
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polyphon (64)/Realtone
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ja/ja
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ja/nein
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ja
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BT/USB
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n.v.
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Spracherkennung
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schick, optimales Mini-Phone
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Kamera fast unbrauchbar, kein Kartensteckplatz
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Wer es klein, un-multimedial und stylisch mag, dürfte sich verlieben.
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GUT (81%)
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